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Für Bildung und Lebenslust, Absage an Vorurteile
Der Redewettbewerb 2008 des Gymnasiums zeichnete sich durch besondere Qualität der Reden aus.
In der Königskategorie "Klassische Rede" setzte sich Hanna Bergsmann (8B) durch. "Bildung iacta est" war ihre Rede betitelt. Hanna Bergsmanns Plädoyer für anspruchsvolle Bildung gegen billige Unterhaltung folgte den selbstgesetzten Kriterien. Das sprachlich und inhaltlich hohe Niveau dieser Rede beeindruckte nicht nur die Jury. Auch dem Publikum sagte die pointiert formulierte Abrechnung mit grassierender Geistlosigkeit zu. Trotz (oder gar wegen?) einer mitunter beachtlichen Fremdwortdichte fesselte Hanna Bergsmann die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer. Die Oberstufe dankte mit großem Beifall.
Auch die anderen Redner beeindruckten. Anna Barbieri (8B) zeigte engagiert die Trostlosigkeit eines Lebens auf, das sich über die Woche hinwegschwindelt und seinen Sinn nur im alkohol- und partyreichen Wochenende sieht. Michael Hornyik (7B) konnte seinen Vorjahressieg nicht wiederholen, bewies aber auch heuer besonderes Format. Souverän führte er das Publikum "hinter den Schleier", der uns den Blick auf Mitmenschen verstellt und dazu führt, dass wir in ihnen nur Klischees und Stereotypen sehen. Anna Wilhelm (6B) überzeugte als jüngste Teilnehmerin mit einer sehr gut gesprochenen Rede zur Frage "Welche Bildung brauche ich?".
Zwei weitere Höhepunkte bildeten die Spontanreden von Anna Barbieri und Hanna Bergsmann. Ohne Zweifel waren es die besten Spontanreden, die bisher überhaupt im Rahmen des Schulredewettbewerbs gehalten wurden. Anna Barbieri gewann mit einem sprachlich und inhaltlich exzellenten Ja auf die Frage: "Ist es schön, jung zu sein?". Hanna Bergsmann brillierte mit klaren Positionen zur Problematik, ob Schülerinnen und Schüler neben der Schule arbeiten sollten.
Ein würdiger Schlusspunkt war das "Sprachrohr", eine Gruppenrede, die das Publikum Michael Hornyik zu verdanken hatte. Er hatte das Thema "die geprügelte Jugend" für die Bühne aufbereitet. Anna Barbieri und Hanna Bergsmann unterstützten ihn.
Dir. Zöttl würdigte die Leistungen und überreichte die Preise, die vom Elternverein zur Verfügung gestellt worden waren. Die Juroren - Elternvereinsobfrau Dr. Petra Didcock, Alt-Direktor Dr. Ernst Merzinger, Prof. Gabriele Hössinger und Wieland Leopold (7C) - lobten die hohe Qualität der Reden an diesem letzten Tag im Februar 2008.
Geändert am: 02.03.2008 Ein Beitrag von: wil |