Magazin / Sacré Coeur Pressbaum
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Gymnasium 16.02.2006

Das Pakistan-Projekt "Ein Zelt für Chokhan" - ein erfreulicher Zwischenbericht!

Das Schulprojekt war menschlich, intellektuell und finanziell ein Erfolg! Waltraud Torossian hilft - und das Gymnasium Sacre Coeur Pressbaum unterstützt sie dabei!

EIN BERICHT VON LISELOTTE FILZMOSER

Nach dem schweren Erdbeben vom 8. Oktober 2005 in Pakistan, das über 80.000 Menschen tötete und weitere 3,5 Millionen Menschen zu Obdachlosen gemacht hatte, starteten einige Kolleginnen und ich einen Spendenaufruf mit dem Titel "Ein Zelt für Chokhan". Dabei hofften wir durch Unterstützung von Waltraud Torossian-Brigasky, die Wohnsituation zumindest einiger pakistanischer Familien verbessern zu können.

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Das Echo unseres Hilferufes übertraf unsere kühnsten Erwartungen!

Es war erfreulich zu sehen:

  • wie Eltern (etwa der 1D) bastelten und buken, um Spenden zu lukrieren,
  • dass Schüler/innen am Elternsprechtag Schuhe putzten (3A) und dabei 1528 Euro sammelten,
  • wie die Schüler/innen der 1B ihre gesamte Nachbarschaft aufsuchten und 800 Euro Spenden erbaten,
  • dass die 7B mit einem Bistro nicht nur die Besucher am Tag der offenen Türe erfreute, sondern auch Chokhan,
  • und dass einige Klassen tolle Plakate (etwa die 5A, 3A und die 1D) und Informationsblätter (vor allem die 5. Klassen) entwarfen.

Selbst der Hut des Elternvereinsobmanns Dr. Zwins ließ sich dank der Mithilfe der 5C gewinnbringend einsetzen.

Das tolle Engagement der Kolleginnen Grete Mahr, Verena Gundacker, Heidrun Mittermaier, Traude Steinhauser und Claudia Gedl gab unserem Schulprojekt den letzten Kick.

Fazit: Wir haben alleine im Schulbereich mit diesen Aktivitäten 4200 Euro geschafft, und das bedeutet für mindestens 25 pakistanische Familien eine Chance, diesen Winter zu überstehen.

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Allerdings ist eine Spendensammlung - abgesehen vom bewusstseinsbildenden Aspekt - nur so gut wie die Verwendung des gesammelten Geldes. Und diesbezüglich gibt es positive Neuigkeiten!

Frau DI Torossian-Brigasky, die soeben aus Pakistan zurückgekehrt ist, konnte Dank ihrer guten Kontakte und ihres Durchsetzungsvermögens die in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich gesammelten Spenden, optimal einsetzen.

Für 700 Familien wurden

  • Baumaterialien,
  • Werkzeug,
  • Baubleche,
  • Betten,
  • 3000 warme Decken,
  • sichere Öfen
  • und Grundnahrungsmittel
in Rawalpindi angekauft (insgesamt 80 Tonnen!) und im schwer zerstörten Kagantal direkt an Bedürftige übergeben.

"Das Gefühl, das ich hatte", erzählte Waltraud, "als der erste LKW mit 12 Tonnen Hilfsgütern im Kagantal ankam, war unbeschreiblich!"

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PS: Bei soviel Positivem verschmerze ich gerne, dass Chokhan kein Zelt erhielt. Die Erfahrungen anderer Hilfsorganisationen zeigten nämlich, dass die Zelte den Schneemassen oft nicht standhielten und die Brandgefahr in Zelten nicht zu unterschätzen war. So wurden Baubleche verteilt, die darüber hinaus den Vorteil haben, dass sie nach der bereits einsetzenden Schneeschmelze zusammen mit noch vorhandenen Gebäuderesten wiederverwertet werden können, und den Bewohnern die Möglichkeit geben, sich selbst zu helfen.

Mir bleibt zum Abschluss nur mehr mich bei allen zu bedanken, die beim Projekt mitgemacht haben und damit gezeigt haben, dass die Welt verbesserbar ist!

Geändert am: 19.02.2006
Ein Beitrag von: wil