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Comenius-Projekt: „Familien in Europa“
Das von der Europäischen Union geförderte Comenius-Projekt „Familien in Europa“ befindet sich bereits im zweiten Jahr seiner Durchführung.
Im ersten Projektjahr lag der Schwerpunkt der Arbeit auf der Auseinandersetzung mit „Familiengeschichte“. Den SchülerInnen sollte jener Rahmen geboten werden, der es ihnen ermöglicht, über ihre eigene Herkunft nachzudenken, Informationen zu sammeln, Gespräche mit den älteren Generationen zu führen, mit entsprechenden Quellen wie Familiendokumenten, alten Fotos, Filmen oder Tonbandaufzeichnungen zu arbeiten. So wurden Verwandte interviewt, mit ihnen über ihre Familien, die Familiengeschichte, Lebensumstände und Gewohnheiten gesprochen. Anschließend hat jeder Schüler einen Text verfasst, in dem er die Lebensgeschichte eines Verwandten, meist eines Großelternteils, oft sehr persönlich sowie historisch interessant, dargelegte. Am Ende des Projektjahres kam es zur Produktion einer Farbbroschüre mit den Texten und Fotos der Schüler sowie ihrer Vorfahren.
Höhepunkt des heurigen Projektjahres, in dem die Schüler in den Kreativfächern Werken und Musik intensiv an dem Thema arbeiten, war die Präsentation unseres Projekts und seiner Zielsetzungen im Rahmen der Verlesung des Sozialwortes der christlichen Kirchen Österreichs am 27.11.2003 in der Evangelischen Akademie Wien.
Die diesjährige Abschlussveranstaltung in Lindau während eines Austauschbesuches, die den besonderen Charakter der EU-Projekte ausmachen, wird ein gemeinsames Fest der am Projekt beteiligten Schulen sein (Bakip Sacre Coeur Pressbaum, Valentin-Heider-Gymnasium Lindau am Bodensee/Deutschland, Instituto Technico Commerciale Varese/Italien).
Durch die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Familiengeschichte, durch den Kontakt zu den SchülerInnen und LehrerInnen, verstehen die SchülerInnnen, dass Europa nicht nur ein abstrakter Begriff ist, sondern dass sie bereits Mitglieder einer europäischen Familie sind, die, bei aller kultureller Vielfalt, viele Gemeinsamkeiten aufweist. Begriffe wie „einheimisch“ oder „fremd“ relativieren sich von selbst, wenn beinahe jeder Schüler auf Vorfahren verweisen kann, die aus den verschiedensten Teilen Europas stammen.
Geändert am: 04.03.2004 Ein Beitrag von: Edda Scharnagl |