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Ein kleines Schaf in Händen halten
Am 12. Februar 2004 war die 3D zu Besuch auf dem Bauernhof der Familie Hieret. Prof. Mahr und Prof. Steininger begleiteten den Lehrausgang zum Thema Landwirtschaft.
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VON CARINA HOCHREITER (3D)
Als wir mit dem Zug in Unter-Oberndorf ankamen, holte uns Frau Hieret ab, sie hatte auch den Hund mitgenommen. Felix ist ein Hirtenhund und hat am Anfang versucht, uns als "Herde" zusammenzutreiben, was ihm allerdings nicht so recht gelungen ist. Frau Hieret führte uns über Äcker, die im Besitz der Familie sind. Am ersten Feld war zum Beispiel Dinkel angebaut, der zu dieser Zeit aber leicht mit Gras zu verwechseln war. Anschließend zeigte uns Lukas Mutter eine Elsbeere, ein sehr seltener Baum im Wienerwald. Sie erzählte auch, dass sie drei verschiedene Orchideensorten auf einer Wiese nahe dem Wald haben. Diesen Teil der Wiese darf man allerdings nur einmal im Jahr abmähen, da sich die Samen sonst nicht richtig vermehren können. Ein paar Meter weiter war ein Jungwald mit kleinen Fichten zu sehen, der auch zum Besitz der Familie Hieret zählt. Dieser Jungwald ist eingezäunt, damit die Bäume nicht von den Rehen beschädigt werden (Wildverbiss).
Anschließend sahen wir, wie Herr Hieret eine Buche fällte, da diese schon dürr war. Herr Hieret schnitt mit einer Motorsäge einen Keil in den Stamm. Um die Richtung zu bestimmen, in die der Baum fallen sollte, setzte Herr Hieret das herausgeschnittene Holzstück wieder ein. Danach schlug er mehrmals mit einer Hacke ein und der Baum fiel mit einem lauten Krachen um. Die Buche war cirka 25 Meter hoch und mit Sicherheit über hundert Jahre alt. Ein gesunder, gerader Stamm wird meistens verkauft und zu Möbeln verarbeitet. Die Äste werden als Brennholz verkauft oder für den eigenen Gebrauch zum Heizen verwendet. Beim Fällen eines Baumes ist Schutzkleidung unbedingt notwendig. Sie besteht aus einem Helm, der ein Visier und Ohrenschützer besitzt, einer Schnittschutzhose, in die ein Gewebe aus kleinen Eisenringen eingearbeitet ist. Diese kleinen Eisenringe bringen die Motorsäge zum Stillstand und verhindern somit arge Verletzungen. Ebenfalls sollte man feste Schuhe, mit einer Schutzkappe aus Eisen über den Zehen, tragen. Empfehlenswert sind auch Handschuhe. Anschließend führten uns Lukas Eltern zu einem Holzspalter. Ein Holzspalter wird an die Hydraulik des Traktors angeschlossen. Unter diese Maschine wird das Holz gestellt, das man spalten möchte, und mit der Betätigung eines Hebels fährt ein scharfer Keil herunter und spaltet das Holz.
Als wir beim Bauernhof angekommen waren, gingen wir in die Backstube, wo wir unser Mittagessen zubereiteten. Wir durften aus einer großen Menge Vollkornteig unsere eigenen Weckerl und Pizzas backen. Es machte uns allen riesigen Spaß. Als alle schließlich aus dem Teig etwas fabriziert haben, gingen wir in den Keller, wo uns verschiedene Getreidearten gezeigt wurden.
Anschließend konnten wir uns die Schafe im Stall anschauen. Schafe besitzen im Gegensatz zu Kühen nur zwei Zitzen. Schafsmilch eignet sich sehr gut zum Käsemachen. Auch aus der Schafswolle lässt sich einiges machen, z. B. Dämmmittel oder warme Decken. Die, die wollten, durften einmal ein kleines Schaf in Händen halten. Die kleinen Schafe waren erst circa eine Woche alt.
Nach dem kurzen Besuch im Stall führte uns Herr Hieret zu der Kompostierungsanlage. In einer Kompostierungsanlage wird guter Kompost erzeugt, der als Dünger der Äcker und Felder dient. Es dauert um die sechs Wochen, bis der Kompost fertig ist. Dazu muss er mehrmals gedreht werden, sodass immer wieder frische Luft dazu kann. Der Kompost wird aus Strauchschnitt und dem Inhalt eines Komposthaufens erzeugt. Zuunterst beträgt die Temperatur um die 70°C. Das Wenden ist nötig, damit die Bakterien zu frischer Luft kommen. Herr Hieret demonstrierte uns das Wenden des nutzbaren Düngers.
Zuletzt gingen wir in den Keller, um unser selbst zubereitetes Mittagessen zu genießen, dazu bekamen wir Birnensaft zu trinken. Dieser Vormittag hat mir jedenfalls sehr gut gefallen.

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Geändert am: 06.03.2004 Ein Beitrag von: wil |