Magazin / Sacré Coeur Pressbaum
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GYMNASIUM 16. 12. 2002

Schüler bei Projekt in Karlsruhe

Seit heuer beteiligt sich das Gymnasium Sacré Coeur an der Schulpartnerschaft "Kooperation ohne Grenzen". Ende November 2002 nahmen zehn Schüler/innen und zwei Lehrer an einem internationalen Symposium in Karlsruhe teil.

Von Markus Steininger

Das unter der Schirmherrschaft des ehemaligen deutschen Außenministers Klaus Kinkel stehende internationale Plato-Projekt der EU mit der Bezeichnung "Kooperation ohne Grenzen" besteht seit nunmehr 7 Jahren. Die gemeinsame Arbeit der Schulen aus Tirana/Albanien (Petro Nini Luarasi), Asnaes/Dänemark (Odsherreds Gymnasium), Sibiu/Rumänien (Liceul de Arta, Liceul Octavian Goga, Collegiul National Gheorghe Lazar), Landshut/D (Hans-Leimberger Gymnasium), München/D (Europäische Schule) und Karlsruhe (Europäische Schule) wird seit diesem Schuljahr durch das Gymnasium Sacré Coeur Pressbaum bereichert.

Das gemeinsame Ziel dieser Zusammenarbeit liegt in der grenzenlosen Kooperation und weitestgehenden Integration der Partner aus Südosteuropa, womit angesichts der bevorstehenden EU-Osterweiterung diese große europäische Herausforderung den Schülern direkt vermittelt werden soll.

Am bedeutendsten und konkretesten stellen sich die jährlichen Großveranstaltungen dieser internationalen Partnerschaft dar. In der Vergangenheit wurden unter anderem ein Sport- und Spielefest in Asnaes, ein Theaterfestival und ein Streetballcup in Sibiu sowie ein Drogensymposium durchgeführt. Heuer war die Europäische Schule in Karlsruhe mit einem Wissenschafts- und Kultursymposium an der Reihe. Dazu hatte man aus jeder Schule 10 Schüler und 2 Betreuer sowie das 25-köpfige Orchester des Kunstgymnasiums aus Sibiu eingeladen. Um den persönlichen Kontakt zu fördern wurden alle Gäste bei Familien untergebracht. Das Programm stellte sich sehr dicht aber abwechslungsreich und interessant dar: 

Montag, 25.11.2002:  Anreise und Übergabe der Schüler an die Gastfamilien
Dienstag, 26.11.2002:  Vormittags Konstruktion und Programmierung von Robotern der Fa. LEGO, nachmittags Arbeitsgruppen zum Thema "Erderwärmung"
Mittwoch, 27.11.2002:  Vormittags Fortsetzung LEGO, nachmittags Betriebsbesichtigungen, abends Scottish Dancing
Donnerstag, 28.11.2002:  Vormittags Fortsetzung LEGO, nachmittags Empfang beim Bürgermeister, abends Konzert des rumänischen Orchesters
Freitag, 29.11.2002:  Verabschiedung und Rückreise

Wegen der unterschiedlichen Sprachen der Teilnehmer wurde das gesamte Symposium in englischer Sprache abgehalten. Somit konnte auch aus sprachlicher Sicht ein Gewinn für die Schüler sichergestellt werden.

Während dieser fünf Tage wurde nach anfänglicher Zurückhaltung so manche Freundschaft geschlossen. Die Erfahrung, dass auch Jugendliche in den ehemaligen Ostblockländern ähnliche Interessen und Modetrends verfolgen, mag dabei für einige Schüler der westlichen Schulen durchaus überraschend gewesen sein.

Als Fazit bleiben fünf Tage mit neuen Eindrücken, sozialem und intellektuellem Lernen und der Auftrag im nächsten Herbst ein Tanzforum gemeinsam mit den Partnerschulen in Pressbaum auf die Beine zu stellen.

Markus Steininger unterrichtet Leibesübungen und Geographie.


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V.l.n.r.: Katharina Stix, Markus Steininger, Jennifer Anzlin, Michaela Naszada, Stefan Erber, Julia Forstenpointner, Stephanie Koch, Christoph Steinacker, Marion Fuchs, Angelika Brix, Vlad Alexandru, Richard Zöttl


Bericht von Steffi Koch: 

Am Montag dem 25.11.02 stiegen 10 verschlafene Mädchen und Buben des Sacré Coeur Pressbaum um 6 Uhr morgens in einen ziemlich vollen Bus, wo wir bereits von den rumänischen Schülern erwartet wurden. Nach 11 Stunden Fahrt, 10 Klopausen und einem Besuch des Nürnberger Christkindlmarktes trennten sich schließlich unsere Wege. Jeder wurde von seiner Gastfamilie abgeholt und fiel todmüde ins Bett.

Ausschlafen konnten wir aber nicht, denn schon am nächsten Morgen lernten wir die anderen Teilnehmer des Projektes aus Dänemark, Albanien, München, Karlsruhe und Landshut kennen. Obwohl es anfangs einige Verständigungsschwierigkeiten gab, schlossen wir schnell Freundschaft. Umso schwerer fiel es uns dann wieder Abschied zu nehmen.

Wir haben auch sehr viel gelernt und gesehen. Nun weiß jeder, wie man einen LEGO-Roboter baut und programmiert. Am Nachmittag gab es täglich andere Projekte: 1. Tag - Projekte zur Umwelt, 2. Tag - Ausflüge zu den Firmen Bosch und Siemens, ins Forschungszentrum oder ins Naturschutzgebiet. 3. Tag - Besuch beim Bürgermeister, und anschließend ein Konzert von Schülern aus Rumänien und Karlsruhe.

Durch das Projekt "Kooperation ohne Grenzen" haben wir viele neue Erfahrungen gesammelt und andere Kulturen kennen gelernt. Wir haben von dieser Woche sehr profitiert und freuen uns auf nächstes Jahr, denn dann gibt es auch im Sacré Coeur ein solches Projekt.


Bericht von Vlad Alexandru: 

Projekt Lego:
Das Projekt Lego, welches von Lego Deutschland gesponsert wurde, hatte den Sinn eine Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Schulen zu fördern. Die Schüler hatten die Aufgabe durch das Zusammenbauen von Lego-Bausteinen, Motoren und einer Empfänger-Anlage Roboter zu "erschaffen" und diese mit Hilfe eines Computer-Programmes zu bewegen. Es wurden verschiedene Ziele gestellt, zum Beispiel dass der Roboter 90-Grad-Drehungen vollführt oder bestimmte Längen fährt. Am Ende des Projektes durften die Teams ihren Roboter selbst gestalten und das dafür beste Programm entwerfen. Im Großen und Ganzen war das Projekt interessant, jedoch schien es mir, dass die meisten ziemlich unbegeistert davon waren.

Forschungszentrum Karlsruhe:
Eines der Nachmittagsprogramme war der Besuch des Forschungszentrums in Karlsruhe. Es bietet Arbeitsplätze für rund 5000 Forscher, davon ungefähr 1500 Gastforscher, auf einem Gebiet von 2 km2. Die Forschungsziele sind unter anderem im Bereich der Kernfusion, der Nanotechnologie und in der Erforschung von Hochleistungsprothesen. Was uns vorgestellt wurde, waren Handprothesen, die mit Hilfe von Wasser- und Luftdruck bewegt werden, leider jedoch nur zur Hälfte des Potenziales einer menschlichen Hand. Außerdem war es uns möglich eine mechanische "Nase" zu sehen, die unter vier verschiedenen Gerüchen unterscheiden und diese dann visuell wiedergeben kann.

Das Konzert:
Am letzten Abend fand noch ein Konzert statt, welches vom rumänischen Orchester gespielt wurde. Es wurden verschiedenste klassische Werke von Vivaldi, Bach und anderen Künstlern gebracht. Das Orchester spielte ausgezeichnet und so kam es, dass durch verschiedenste Zugaben es statt zwei, drei Stunden dauerte.


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www.sacre-coeur.org   19. 12. 2002