Magazin / Sacré Coeur Pressbaum
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GYMNASIUM 13. 6. 2001

SISTER ACT - Premierenbericht

Nach sage und schreibe fast 100 Stunden lustigen und nervenzehrenden Proben war es am 8. Juni soweit: Die langersehnte Premiere von Sister Act ging über die Bühne!

Von Hanna Bergsmann

Und obwohl die Generalprobe für Technik und Beleuchtung im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser fiel, merkte man die kleineren und größeren Fehler ("Lampe durchgebrannt", "Mikrofon rauscht") im Publikum fast nicht. So legte sich auch das "Lampenfieber" des Initiators und Regisseurs Prof. Fritz wieder, und alle konnten die Aufführung genießen.

Uschi Kadletz überzeugte als Showsängerin Dolores, Zögling einer Klosterschule, die von der Mutter Oberin gebeten wurde, an deren Schule zu unterrichten. So nimmt Dolores also Abschied von Minirock und Federboa, schlüpft in Habit, um die "Vogelklasse", eine Musikklasse, die nach der Meinung der Schülerinnen fliegend passiert werden muss, zu unterrichten.

Für die Theatergruppenschülerinnen dieser "Vogelklasse" kann ich nur ein dickes Lob überhaben: Die arrogante, aber doch verletzliche Hauptrolle der Rita Watson, souverän gespielt von Barbara Brandl, 5c; die vorlaute Natascha "Cathy" Ille; die schläfrige Anne, Kathrin Straka, die einen Job neben der Schule hat; die Joan, gespielt von der berühmten Jenny Kolar (Manuela in Mädchen in Uniform), die sich damit brüstet, dass ihr Vater ein Schwein und ihre Mutter im Knast sei; die "schwarze" Gwen, im wirklichen Leben Nina Wejbora, die sich darüber aufregt, dass alles ihrem Volk geklaut würde, und viele, viele mehr sind ja schon ein eingespieltes Team mit hervorragenden Tänzern und Sängern.

Vorher steht Dolores - jetzt Schwester Mary Clarence - vor einem Problem. Pater Maurice (Fritz Schödl aus Biedermann und die Brandstifter) fehlt das Geld, die "toten Präsidenten", um Musik, Gesang- und sonstige Bücher zu kaufen. Auch der lispelnde Mister Prof. Barton Grisp ist seiner Meinung.

Sr. Mary Clarence ist erschüttert, und in der Klasse kann sie sich ebenfalls nicht durchsetzen. Nein, die Mädchen schmieden sogar noch Schlachtpläne, wie sie die neue Lehrerin vertreiben können.

Als Sr. Mary Clarence allerdings erlauscht, dass die Schule geschlossen werden soll, schmiedet sie ihrerseits einen Schlachtplan: Sie gründet einen Chor, mit dem sie beim großen Staatschorwettbewerb in Hollywood auftreten will. Nach einigem Zögern stimmen auch Pater Maurice und Mister Grisp, sowie die Schülerinnen zu.

Die einzige, die nicht mitmachen will, ist Rita. Doch ihre Freundin Joan und Sr. Mary Clarence überreden sie dennoch, und sie ist begeistert dabei. Doch nun mach Ritas Mutter, im wirklichen Leben Elisabeth Fritz, einen gewaltigen Strich durch die Rechnung: Mit Gesang könne man eben keine Rechnungen bezahlen. Rita habe dazubleiben.

Doch nun macht Rita ihrer Mutter einen Strich durch die Rechnung: Sie fährt gegen deren Willen mit. Während die Mutter vor sich hin "brodelt", steht die Tochter mit ihren Freundinnen nervös im Umkleideraum, und sie fummeln an Haaren, Kleidung und Make-up herum.

Doch dummerweise hat Mister Grisp herausgefunden, wer Sr. Mary Clarence wirklich ist. Er, Pater Maurice, Mr. Connolly (Florian Stanek) und Mr. Wilke (Johannes "Johnny" Rosner) wollen den Chor vom Wettbewerb abmelden, und das vor Sr. Mary Clarences Augen...

Trotz der grandiosen Leistung der Theaterleute darf man nicht vergessen, die Sacré Coeur Band und die Schüler, die sich um Beleuchtung und Technik kümmerten, endgültig vor den Vorhang zu holen.

Prof. "Wolf Matu" Matuscheks Schulband fror im kalten Zelt, doch trotzdem schafften sie es, dem Abend ein tolles musikalisches Geleit zu geben, während "Maestro" Matuschek zwischen Dirigentenpult und "Bühnentürl", wo er als Fotograf Stellung bezogen hatte, hin- und herwetzte.

Hut ab auch vor Technik und Beleuchtung, für die diese Premiere eigentlich erst die Generalprobe war. "Morgen wird alles besser", versprach Prof. Fritz am Ende. Noch besser als hervorragend, wie soll das bitte gehen?

Mehr verrate ich jetzt wirklich nicht, da muss man schon selber hingehen und sich von der schon typischen "Sacré Coeur Qualität" überzeugen. Und 100,. pro Karte sind ja wirklich ein Spottpreis.

Und falls sich jemand Sorgen machen sollte, kalt wird es bei Sister Act nie!

Hanna Bergsmann ist 13 Jahre alt.

Aufführungen am 8./9., 15./16., 22./23. Juni 2001, jeweils 21.15 Uhr!

 
www.sacre-coeur.org   13. 06. 2001