Magazin / Sacré Coeur Pressbaum
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GYMNASIUM 21. 12. 2000

3B diskutiert mit Kindern aus Belgien, Frankreich und der Schweiz

Am 20. 11. 2000 fand ein internationaler Live-Chat zum Thema Kinderrechte statt. Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren aus Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz nahmen teil. Das Gymnasium Sacré Coeur Pressbaum schloss sich als zweite österreichische Schule dieser Diskussion an.

Von Andrea Zeitler

Die Schüler und Schülerinnen der 3B hatten die Möglichkeit zwei Schweizer Politikerinnen (Frau Ursula Wyss und Frau Ruth Dreifuss) zum Thema "Kinderrecht - Partizipation" zu befragen. Die Kinder machten sich bereits vor dem Chat Gedanken darüber, welche Fragen sie stellen könnten bzw. wie sie ihre Frage richtig formulieren. Es herrschte zuerst große Aufregung unter den Jugendlichen, denn immerhin "macht man das nicht alle Tage".

Nachdem sie die Schüler und Schülerinnen der anderen teilnehmenden Klassen kennen gelernt hatten, schaltete sich Frau Ursula Wyss ein.

Bedauerlicherweise funktionierte der organisatorische Ablauf nicht so, wie man sich das vorgestellt hatte, denn die Jugendlichen aus den verschiedenen Ländern stellten ihre Fragen nicht hintereinander, wie geplant, sondern alle zeitgleich. Das rief natürlich ein kleines "Chaos" hervor, konnten doch die Politikerinnen nicht alle Fragen auf einmal beantworten, sondern nur eine nach der anderen. Die Kinder wiederum verstanden nicht, warum sie keine Antwort bekamen. Einige Klassen sowie nicht registrierte Chat-Teilnehmer kommunizierten auf eine nicht sehr umgängliche Weise miteinander und machten sich über die Politikerinnen lustig.

Die Schüler/innen der 3B schalteten sich bei so manchem Kommentar ein und wollten jene Schüler, die die Sache ins Lächerliche zogen, über die Ernsthaftigkeit des Chats aufklären. Immerhin war dieser Chat eine Möglichkeit auf die Rechte der Kinder hinzuweisen und auf Probleme aufmerksam zu machen, die wir als Erwachsene vielleicht nicht mehr sehen.

Nachdem die anfänglichen Schwierigkeiten beseitigt waren, funktionierte das "Frage-Antwort-Spiel" ziemlich gut. Jede Klasse stellte eine Frage, die auch prompt beantwortet wurde. Doch leider ging die Zeit wieder einmal viel zu schnell vorbei und damit kam auch das Ende des Live-Chats. Die Jugendlichen mussten sich voneinander verabschieden und wieder dem "gewöhnlichen Unterricht" folgen.

Aus meiner Sicht nahmen sie an diesem "Projekt" mit großer Freude und Begeisterung teil, denn sie wollten sofort wieder an solch einem Chat teilnehmen. Sie konnten mit Politikerinnen reden und Fragen stellen, die sie zuvor formulieren mussten. Ihre Französischkentnisse wurden auf den Prüfstand gestellt, da einige andere Klassen nur französisch sprachen bzw. schrieben. Auch Teamfähigkeit war gefragt und die Kenntnis von der Grenze zwischen Ernsthaftigkeit und Blödelei wurde ihnen alsbald bewusst.

Danken möchte ich vor allem Frau Andrea Gnägi, Schweizerisches Komitee für UNICEF, die diesen Live-Chat durch ihr Engagement möglich gemacht hat.

Mag. Andrea Zeitler ist Unterrichtspraktikantin. Sie unterrichtet Deutsch und Geschichte.


Dokumente zum Live-Chat
Erstellt vom Schweizerischen Komitee für UNICEF
 
www.sacre-coeur.org   22. 12. 2000